Rechtssicher Drohne fliegen: So geht’s – Schritt für Schritt Ratgeber!

Eine Drohne ist schnell gekauft. Bevor Sie diese in Betrieb nehmen können, gibt es jedoch einige rechtliche und bürokratische Hürden, die es zu meistern gilt. Worauf Sie achten müssen, bevor Sie das Flugobjekt – auch Remotely Piloted Aircraft Systems (RPAS) genannt – in Betrieb nehmen dürfen, erfahren Sie in diesem Text.

Die wichtigsten Regelungen für Flugmodelle

Ist eine Drohne schwerer als fünf Kilogramm oder wird in einer Entfernung von unter 1,5 Kilometern zur Abgrenzung von Flugplätzen gestartet, ist eine Genehmigung gemäß § 16 Absatz 1 Nr. 1 LuftVO einzuholen. Wie Sie hierbei vorgehen müssen und mit welchen Kosten dabei zu rechnen ist, erfahren Sie im Abschnitt zur Aufstiegserlaubnis. Wollen Sie Ihre Drohne auf einem Flugplatz in Betrieb nehmen, ist die Genehmigung der Flugleitung oder der Luftaufsichtsstelle erforderlich.

Bestimmungen für UAS

Für zahlreiche Luftfahrbehörden gehören Kameradrohnen zu den UAS gemäß § 1 Abs. 2 Satz 3 LuftVG. Prinzipiell gilt: Sobald eine Kamera auf dem Flugobjekt montiert ist, handelt es sich beim Lenken desselben nicht mehr um ein reines Sport- und Freizeitvergnügen. Daher haben in Bezug auf Drohnen vor allem die Regelungen für UAS Gültigkeit. Prinzipiell darf ein solches Flugobjekt nur dann gesteuert werden, wenn es sich in Sichtweite des Piloten befindet. Vorsicht ist daher mit einer FPV-Brille gegeben. In diesem Fall wird nämlich der Sichtkontakt zum Flugobjekt unterbrochen. Wollen Sie einen solchen Flug unternehmen, müssen Sie dies unbedingt bei der Genehmigungsanfrage angeben.

Diese Angaben gibt es für die Aufstiegserlaubnis für Drohnen

Wiegt Ihre Kameradrohne nicht mehr als fünf Kilogramm, haben Sie in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, eine allgemeine Erlaubnis zu besorgen. Um diese zu erhalten, müssen Sie lediglich einige Informationen zum Steuerer – als zu Ihrer Person – bekannt geben. In der Regel ist die Aufstiegserlaubnis bis hin zu zwei Jahren gültig. Haben Sie sich aus rechtlicher Sicht nicht falsch verhalten, können Sie diese aber problemlos verlängern lassen.

Ein wenig komplizierter fällt die Angelegenheit aus, wenn Ihre Drohne schwerer als fünf Kilogramm oder mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist. In diesem Fall müssen Sie eine Einzelerlaubnis detailliertere Informationen – wie beispielsweise Zeit und Datum des Aufstiegs inklusive Kartenmaterial – angeben, um die Aufstiegserlaubnis zu erhalten. Des Weiteren verlangt das Gesetz, eine Erklärung in Bezug auf die Einhaltung vom Datenschutz. Die Aufstiegserlaubnis ist im Übrigen nicht für ganz Deutschland, sondern lediglich für das Bundesland, in dem sie eingeholt wurde, gültig. Je nach Art der Erlaubnis und dem Aufwand können sie Kosten für diese zwischen 80 und 500 Euro liegen.

Für alle Drohnen die weniger als 250g wiegen, wie z.B. die Eachine E58 Einsteigerdrohne ist keine Aufstiegserlaubnis nötig. Ein Kennzeichen wird auch nicht benötigt, Pflicht ist jedoch trotzdem eine entsprechende Haftpflichtversicherung, die den Drohnenpilot im Falle eines Schadens entsprechend absichert. Wichtig hierbei ist zwischen privater und kommerzieller Nutzung zu unterscheiden, da jeweils andere Haftungsrisiken abgedeckt werden müssen.

Vergessen Sie nicht die Drohnen-Haftpflichtversicherung

Um eine Drohne fliegen zu dürfen, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung erforderlich. In der Regel müssen Sie den Versicherungsschutz neu abschließen. Ja nach Anbieter und Leistungsumfang liegen die Kosten für die Versicherung zwischen 40 und 150 Euro pro Jahr. Mitunter besteht die Möglichkeit, den Flug mit der Drohne mit einem bereits bestehenden Versicherungsschutz abzudecken. Wenden Sie sich hierfür am besten an Ihren Anbieter.

Fazit

Wollen Sie Ihre Drohne aufsteigen lassen, sind zuerst einige Behördengänge erforderlich. Dies ist unter Umständen auch mit Kosten verbunden. Wollen Sie die Ausgaben abschätzen, sollten Sie sich im Vorfeld über das Genehmigungsverfahren informieren. Keinesfalls dürfen Sie die Drohne ohne vorherige Zustimmung des Landes in Betrieb nehmen – dies ist nämlich eine Straftat, die eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen kann. Dieses Video klärt euch nochmal über die wichtigsten Regeln auf.